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Vorsorge & Zahnerhalt

Parodontitis-Behandlung in Stuttgart

Eine Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die häufig lange Zeit kaum Beschwerden verursacht und dennoch Zahnfleisch, Haltefasern und Kieferknochen zunehmend schädigen kann. Früh erkannt und systematisch behandelt, lässt sich die Entzündung in vielen Fällen gut kontrollieren und das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten.

Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Behandlungstermin, sondern das Zusammenspiel aus gründlicher Diagnostik, gezielter Reinigung der betroffenen Bereiche und einer langfristigen, individuell abgestimmten Nachsorge. Wir erklären Ihnen verständlich, wie ausgeprägt die Erkrankung ist, welche Behandlungsschritte sinnvoll sind und was Sie selbst dazu beitragen können, Ihre Zähne möglichst langfristig stabil zu erhalten.

Parodontitis-Behandlung an unseren S-Dent-Standorten

Die Untersuchung und Behandlung einer Parodontitis bieten wir an allen drei S-Dent-Standorten an. Wählen Sie einfach die Praxis, die für Sie am besten erreichbar ist. Sollte im weiteren Verlauf eine besondere Behandlung an einem anderen Standort sinnvoll sein, stimmen wir dies gemeinsam mit Ihnen ab.

Zahnarztpraxis Stuttgart-Mitte
Sophienstraße 40, 70178 Stuttgart 
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Zahnarztpraxis Stuttgart-Birkach
Birkheckenstraße 4, 70599 Stuttgart-Birkach
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Zahnarztpraxis Remseck-Aldingen
Kornwestheimer Str. 14, 71686 Remseck-Aldingen
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Was ist Parodontitis und wie entsteht sie?

Parodontitis – umgangssprachlich häufig noch als Parodontose bezeichnet – ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Ausgangspunkt sind bakterielle Beläge am Zahnfleischrand und in den Zahnfleischtaschen. Bleibt die Entzündung bestehen, können nach und nach die Fasern und der Kieferknochen abgebaut werden, die den Zahn im Kiefer verankern.

Das geschieht häufig schleichend und zunächst ohne Schmerzen. Gerade deshalb werden erste Veränderungen leicht übersehen. Im fortgeschrittenen Stadium können sich Zähne lockern oder ihre Position verändern und ohne Behandlung langfristig sogar verloren gehen.

Typische Anzeichen einer Parodontitis

Nicht jedes Zahnfleischbluten bedeutet automatisch, dass bereits eine Parodontitis vorliegt. Wiederkehrende oder zunehmende Veränderungen sollten jedoch zahnärztlich abgeklärt werden. Hinweise können beispielsweise sein:

  • Zahnfleisch, das regelmäßig beim Putzen oder bei der Reinigung der Zahnzwischenräume blutet

  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch

  • Zahnfleischrückgang, wodurch Zähne optisch länger erscheinen können

  • anhaltender Mundgeruch oder ein unangenehmer Geschmack

  • empfindliche Zahnhälse oder sich vergrößernde Zahnzwischenräume

  • gelockerte Zähne oder Veränderungen der Zahnstellung bei fortgeschrittener Erkrankung

Auch wenn Sie keine dieser Beschwerden bemerken, kann eine Parodontitis bereits vorhanden sein. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind deshalb für die Früherkennung besonders wichtig.

Welche Faktoren können eine Parodontitis begünstigen?

Bakterielle Beläge sind ein wesentlicher Ausgangspunkt der Entzündung, der weitere Verlauf wird jedoch von verschiedenen persönlichen Faktoren beeinflusst. Besonders relevant sind:

  • eine Mundhygiene, bei der bestimmte Bereiche dauerhaft nur schwer erreicht werden

  • Rauchen, das den Verlauf einer Parodontitis deutlich ungünstig beeinflussen kann

  • Diabetes, insbesondere wenn der Blutzucker nicht ausreichend eingestellt ist

  • eine bereits früher behandelte Parodontitis und damit ein erhöhtes Risiko für erneute Entzündungen

Deshalb betrachten wir nicht nur einzelne Zahnfleischtaschen, sondern berücksichtigen bei der Planung auch Ihre Mundhygiene, Ihre allgemeine Gesundheit und individuelle Risikofaktoren – sachlich und ohne Vorwurf.

Welche Faktoren können eine Parodontitis begünstigen?

Parodontitis – umgangssprachlich häufig noch als Parodontose bezeichnet – ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Ausgangspunkt sind bakterielle Beläge am Zahnfleischrand und in den Zahnfleischtaschen. Bleibt die Entzündung bestehen, können nach und nach die Fasern und der Kieferknochen abgebaut werden, die den Zahn im Kiefer verankern.

Das geschieht häufig schleichend und zunächst ohne Schmerzen. Gerade deshalb werden erste Veränderungen leicht übersehen. Im fortgeschrittenen Stadium können sich Zähne lockern oder ihre Position verändern und ohne Behandlung langfristig sogar verloren gehen.

Typische Anzeichen einer Parodontitis

Nicht jedes Zahnfleischbluten bedeutet automatisch, dass bereits eine Parodontitis vorliegt. Wiederkehrende oder zunehmende Veränderungen sollten jedoch zahnärztlich abgeklärt werden. Hinweise können beispielsweise sein:

  • Zahnfleisch, das regelmäßig beim Putzen oder bei der Reinigung der Zahnzwischenräume blutet

  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch

  • Zahnfleischrückgang, wodurch Zähne optisch länger erscheinen können

  • anhaltender Mundgeruch oder ein unangenehmer Geschmack

  • empfindliche Zahnhälse oder sich vergrößernde Zahnzwischenräume

  • gelockerte Zähne oder Veränderungen der Zahnstellung bei fortgeschrittener Erkrankung

Auch wenn Sie keine dieser Beschwerden bemerken, kann eine Parodontitis bereits vorhanden sein. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind deshalb für die Früherkennung besonders wichtig.

Ablauf der Parodontitis-Behandlung

Eine Parodontitistherapie erfolgt systematisch und wird an den jeweiligen Befund angepasst. Nicht jede Patientin und jeder Patient benötigt sämtliche möglichen Behandlungsschritte, der grundsätzliche Ablauf folgt jedoch einem klaren Konzept.

1. Zahnfleisch und Zahnhalteapparat genau untersuchen

Am Anfang steht eine sorgfältige Befunderhebung. Dabei messen wir unter anderem die Tiefe der Zahnfleischtaschen und achten auf Entzündungszeichen wie Blutungen. Je nach Situation beurteilen wir außerdem Zahnbeweglichkeit und Knochenverhältnisse und ergänzen die Untersuchung durch geeignete Röntgenaufnahmen.

Der Parodontale Screening Index (PSI) kann bereits bei der regulären Kontrolluntersuchung Hinweise auf eine mögliche Erkrankung und einen weiterführenden Untersuchungsbedarf geben.

2. Befund erklären und Mundhygiene gezielt unterstützen

Eine erfolgreiche Behandlung funktioniert am besten, wenn Sie wissen, was in Ihrem Mund passiert und warum bestimmte Maßnahmen wichtig sind. Deshalb besprechen wir den Befund mit Ihnen und zeigen Ihnen, wie Sie die betroffenen Bereiche zu Hause möglichst wirkungsvoll reinigen können.

Dabei geht es nicht darum, bisherige Gewohnheiten zu bewerten, sondern gemeinsam herauszufinden, welche Zahnbürste, Zahnzwischenraumpflege oder Reinigungstechnik für Ihre individuelle Situation geeignet ist.

3. Entzündung und bakterielle Beläge gezielt behandeln

Im Rahmen der eigentlichen Parodontitistherapie werden bakterielle Beläge und harte Ablagerungen an den betroffenen Zahn- und Wurzeloberflächen sorgfältig entfernt, insbesondere auch in den Zahnfleischtaschen unterhalb des Zahnfleischrandes.

Je nach Umfang und Empfindlichkeit kann die Behandlung unter örtlicher Betäubung durchgeführt und auf mehrere Termine verteilt werden. Ziel ist es, die bakterielle Belastung deutlich zu reduzieren und dem entzündeten Gewebe die Möglichkeit zu geben, sich zu stabilisieren.

4. Behandlungsergebnis kontrollieren

Nach einer angemessenen Heilungsphase überprüfen wir erneut, wie Zahnfleisch und Zahnfleischtaschen auf die Behandlung reagiert haben. Dabei werden die relevanten Befunde erneut erhoben und mit der Ausgangssituation verglichen.

Sind einzelne tiefere oder weiterhin entzündete Bereiche vorhanden, besprechen wir mit Ihnen, ob eine weitere gezielte Behandlung notwendig ist. Nur bei entsprechenden Befunden können darüber hinausgehende, gegebenenfalls chirurgische Maßnahmen sinnvoll werden.

5. Mit strukturierter Nachsorge langfristig stabilisieren

Mit dem Abschluss der aktiven Behandlung ist die Betreuung nicht beendet. Da Parodontitis eine chronische Erkrankung ist und erneut aktiv werden kann, gehört eine regelmäßige unterstützende Parodontitistherapie – kurz UPT – wesentlich zum langfristigen Behandlungskonzept.

Wie häufig diese Termine sinnvoll sind, richtet sich nach Ihrem persönlichen Erkrankungs- und Rückfallrisiko.

Nachsorge bei Parodontitis – langfristig stabil bleiben

Die Nachsorge ist ein zentraler Bestandteil der Parodontitisbehandlung, denn auch nach einer erfolgreichen Therapie können sich erneut bakterielle Beläge und Entzündungen entwickeln. Bei den regelmäßigen UPT-Terminen kontrollieren wir deshalb die Mundhygiene und den Zustand des Zahnfleisches, reinigen die Zähne professionell und überprüfen in den vorgesehenen Abständen die Zahnfleischtaschen auf neue Entzündungszeichen.

Wenn einzelne Bereiche erneut behandlungsbedürftig sind, können sie gezielt nachgereinigt werden. Gleichzeitig unterstützen wir Sie dabei, die häusliche Mundhygiene dauerhaft an die Bereiche anzupassen, die bei Ihnen besonders empfindlich oder schwer erreichbar sind.

Eine UPT ist dabei nicht dasselbe wie eine gewöhnliche professionelle Zahnreinigung. Sie ist speziell auf Patientinnen und Patienten nach einer Parodontitisbehandlung ausgerichtet und verbindet professionelle Reinigung mit einer strukturierten Kontrolle der parodontalen Situation.

Wie engmaschig die Nachsorge erfolgen sollte, legen wir anhand Ihres individuellen Risikos und des bisherigen Krankheitsverlaufs fest.

FAQ – Häufige Fragen zur Parodontitis-Behandlung

Ist Parodontitis heilbar?

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung und lässt sich daher nicht im Sinne einer einmaligen Behandlung dauerhaft „beseitigen“. In vielen Fällen kann die Entzündung jedoch sehr gut unter Kontrolle gebracht und das weitere Fortschreiten deutlich gebremst oder gestoppt werden. Entscheidend dafür sind neben der eigentlichen Behandlung eine sorgfältige Mundhygiene und die regelmäßige Nachsorge.

Brauche ich für die Parodontitis-Behandlung mehrere Termine?

In der Regel ja. Eine Parodontitistherapie besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schritten – von der Untersuchung und Vorbereitung über die eigentliche Behandlung bis zur Kontrolle des Ergebnisses und der anschließenden Nachsorge. Welche Termine bei Ihnen notwendig sind und in welchen Abständen sie stattfinden, erklären wir Ihnen vor Beginn der Behandlung.

Ist eine Parodontitis-Behandlung schmerzhaft?

Die empfindlicheren Bereiche können bei Bedarf örtlich betäubt werden, sodass die Reinigung der Zahnfleischtaschen möglichst angenehm durchgeführt werden kann. Nach der Behandlung können Zähne oder Zahnfleisch vorübergehend empfindlicher reagieren. Wir erklären Ihnen vorab, womit Sie rechnen können und worauf Sie anschließend achten sollten.

Kann Parodontitis nach der Behandlung wiederkommen?

Ja, eine Parodontitis kann erneut aktiv werden. Deshalb ist die langfristige Nachsorge ein fester Bestandteil der Behandlung. Regelmäßige Kontrollen, die unterstützende Parodontitistherapie und eine gute tägliche Mundhygiene helfen dabei, neue Entzündungen früh zu erkennen und die erreichte Stabilität möglichst lange zu erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen PZR und UPT?

Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) dient in erster Linie der Vorsorge und der gründlichen Entfernung von Belägen an schwer erreichbaren Stellen. Die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) ist dagegen eine gezielte Nachsorge nach einer behandelten Parodontitis. Neben der professionellen Reinigung werden dabei regelmäßig auch die parodontale Situation und mögliche Entzündungszeichen kontrolliert und behandlungsbedürftige Bereiche bei Bedarf gezielt nachgereinigt.