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Diagnostik & Behandlung

CMD-Diagnostik und Behandlung in Stuttgart

Schmerzen im Kiefergelenk oder in der Kaumuskulatur, eine eingeschränkte Mundöffnung, schmerzhaftes Kauen oder wiederkehrende Verspannungen können auf eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) hinweisen. Auch Kopf-, Nacken- oder Ohrbeschwerden können gleichzeitig auftreten, haben jedoch nicht zwangsläufig ihre Ursache im Kiefer.

Bei S-Dent untersuchen wir deshalb nicht nur einzelne Symptome, sondern die Funktion von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zusammenspiel der Kiefer. Ziel ist eine nachvollziehbare Diagnose und eine Behandlung, die sich am tatsächlichen Befund und Ihren Beschwerden orientiert.

CMD-Diagnostik und Behandlung an unseren S-Dent-Standorten

CMD-Diagnostik und -Behandlung bieten wir an allen drei S-Dent-Standorten an.

Zahnarztpraxis Stuttgart-Mitte
Sophienstraße 40, 70178 Stuttgart 
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Zahnarztpraxis Stuttgart-Birkach
Birkheckenstraße 4, 70599 Stuttgart-Birkach
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Zahnarztpraxis Remseck-Aldingen
Kornwestheimer Str. 14, 71686 Remseck-Aldingen
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Was ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)?

CMD ist ein Sammelbegriff für Funktionsstörungen des Kausystems, insbesondere im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und sowohl Muskeln als auch Gelenke betreffen.

Mögliche Hinweise sind beispielsweise:

  • – Schmerzen im Kiefergelenk oder in der Kaumuskulatur

  • Schmerzen oder Beschwerden beim Kauen

  • eine eingeschränkte oder schmerzhafte Mundöffnung

  • Zähneknirschen oder Pressen
  • Kiefergelenkgeräusche in Verbindung mit Schmerzen oder Funktionseinschränkungen
  • wiederkehrende Beschwerden im Kopf- oder Nackenbereich
  • begleitende Ohrbeschwerden oder Ohrgeräusche

Nicht jedes dieser Symptome bedeutet automatisch, dass eine CMD vorliegt. Ebenso müssen beispielsweise Kopf-, Nacken- oder Ohrbeschwerden nicht vom Kiefer ausgehen. Deshalb steht bei uns zunächst eine sorgfältige diagnostische Einordnung im Mittelpunkt.

Wie untersuchen wir eine mögliche CMD?

1. Beschwerden und Vorgeschichte besprechen

Zunächst möchten wir genau verstehen, wo und wann Ihre Beschwerden auftreten, wie lange sie bereits bestehen und wodurch sie verstärkt oder gelindert werden. Auch Zähneknirschen, Pressen und mögliche Belastungsfaktoren werden berücksichtigt.

2. Kiefergelenke und Kaumuskulatur untersuchen

Wir überprüfen die Beweglichkeit des Unterkiefers, die Mundöffnung sowie Kiefergelenke und Kaumuskulatur. Dabei achten wir beispielsweise auf Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und auffällige Gelenkgeräusche.

3. Funktionsanalyse gezielt ergänzen

Je nach Befund ergänzen wir die klinische Untersuchung durch eine instrumentelle Funktionsanalyse. Damit lassen sich bestimmte funktionelle Zusammenhänge im Kau- und Kiefersystem genauer beurteilen. Die aktuelle S-Dent-Leistungsseite nennt die instrumentelle Funktionsanalyse ausdrücklich als Bestandteil der CMD-Diagnostik.

4. Weitere Diagnostik nur bei Bedarf

Wenn es die Fragestellung erfordert, können Röntgenaufnahmen oder eine fachübergreifende Abklärung sinnvoll sein. Nicht jede CMD benötigt jedoch eine bildgebende Untersuchung. Wir entscheiden anhand des individuellen Befundes, welche Diagnostik tatsächlich notwendig ist.

Wie wird CMD behandelt?

Die Behandlung richtet sich danach, welche Strukturen betroffen sind, welche Beschwerden bestehen und welche Faktoren sie beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen zunächst möglichst reversible Maßnahmen. Fachgesellschaften empfehlen, solchen Verfahren gegenüber vorschnellen dauerhaften Veränderungen an Zähnen oder Biss den Vorzug zu geben.

Je nach Befund gehören dazu beispielsweise:

  • Aufklärung über die diagnostizierte Funktionsstörung und geeignete Maßnahmen für den Alltag
  • eine individuell angepasste Aufbiss- beziehungsweise Okklusionsschiene

  • physiotherapeutische Behandlung und gezielte Übungen
  • die Behandlung begleitender funktioneller Belastungen
  • bei Bedarf die Zusammenarbeit mit weiteren medizinischen oder therapeutischen Fachrichtungen

Unser Ziel ist nicht, ein einzelnes Symptom isoliert zu behandeln, sondern die vorhandenen Beschwerden und Funktionsstörungen gezielt zu reduzieren und die Kieferfunktion zu verbessern.

Welche Rolle spielt eine Aufbissschiene bei CMD?

Eine individuell angefertigte Aufbissschiene ist ein bewährter Bestandteil der CMD-Therapie, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt. Je nach Art der Beschwerden kommen unterschiedliche Schienentypen infrage.

Bei muskulären und gelenkbezogenen CMD-Beschwerden zeigen Okklusionsschienen eine schmerzlindernde Wirkung. Eine Schiene ist jedoch nicht für jede CMD notwendig und sollte nicht automatisch als alleinige Therapie verstanden werden. Entscheidend sind Diagnose, Schienentyp und die Einbettung in das individuelle Behandlungskonzept.

CMD wird häufig interdisziplinär behandelt

Beschwerden im Kausystem können mit weiteren körperlichen und psychosozialen Belastungsfaktoren zusammentreffen. Deshalb arbeiten wir bei entsprechender Indikation fachübergreifend und beziehen beispielsweise Physiotherapie oder weitere medizinische Fachrichtungen in die Behandlung ein.

Die DGZMK nennt neben der zahnärztlichen Funktionstherapie insbesondere Physiotherapie und – abhängig vom Beschwerdebild – weitere schmerztherapeutische oder medizinische Behandlungsansätze als mögliche Bestandteile eines individuellen Therapiekonzepts.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes Kieferknacken muss behandelt werden

Geräusche im Kiefergelenk allein sind noch keine ausreichende Begründung für eine Behandlung. Besteht ein Knacken ohne Schmerzen, Bewegungseinschränkung oder andere relevante Funktionsstörungen, ist eine Schienentherapie nicht automatisch erforderlich. Entscheidend ist deshalb immer das Gesamtbild aus Beschwerden, klinischem Befund und funktioneller Einschränkung.

FAQ – Häufige Fragen zu CMD

Kann Stress CMD-Beschwerden beeinflussen?

Ja. Psychische und emotionale Belastungen können bei CMD eine Rolle spielen und beispielsweise mit Muskelanspannung oder funktionellen Belastungen zusammentreffen. Stress ist jedoch nicht automatisch die alleinige Ursache einer CMD. Deshalb betrachten wir bei der Diagnostik immer die individuelle Gesamtsituation.

Hilft eine Aufbissschiene bei CMD?

Bei bestimmten muskulären oder gelenkbezogenen CMD-Beschwerden reduziert eine geeignete Okklusionsschiene Schmerzen. Nicht jede CMD benötigt jedoch eine Schiene, und je nach Diagnose kommen unterschiedliche Schienentypen infrage. Wir entscheiden deshalb anhand des individuellen Befundes, ob und welche Schiene sinnvoll ist.

Kann CMD Tinnitus verursachen?

Ohrgeräusche und CMD können gleichzeitig auftreten. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch schließen, dass die CMD die Ursache des Tinnitus ist. Bei Ohrgeräuschen ist deshalb eine sorgfältige Abklärung wichtig und gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit der entsprechenden medizinischen Fachrichtung sinnvoll.

Muss Kieferknacken behandelt werden?

Nicht zwangsläufig. Ein schmerzfreies Kiefergelenkknacken ohne relevante Funktionseinschränkung benötigt häufig keine Behandlung. Treten gleichzeitig Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder andere Beschwerden auf, sollte die Ursache dagegen genauer untersucht werden.

Wie schnell bessern sich CMD-Beschwerden?

Das ist individuell und hängt unter anderem von Art und Dauer der Beschwerden, dem zugrunde liegenden Befund und der gewählten Behandlung ab. Deshalb legen wir die Therapie entsprechend Ihrer Ausgangssituation fest und kontrollieren den Verlauf.