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Implantologie

Navigierte Implantologie in Stuttgart-Mitte

Navigierte Implantologie verbindet moderne 3D-Diagnostik mit präziser digitaler Planung. Position, Ausrichtung und Tiefe des Implantats werden bereits vor dem Eingriff am Computer festgelegt und anschließend mithilfe einer individuell gefertigten Bohrschablone möglichst genau auf die Implantation übertragen. So können wir Knochenangebot, sensible anatomische Strukturen und den späteren Zahnersatz bereits in der Planung gemeinsam berücksichtigen.

Navigierte Implantologie bei S-Dent in Stuttgart-Mitte

Die navigierte Implantologie ist ein besonderer Schwerpunkt an unserem Standort:

Zahnarztpraxis Stuttgart-Mitte
Sophienstraße 40, 70178 Stuttgart 
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Für die dreidimensionale Implantatplanung stehen hier entsprechende implantologische Erfahrung und DVT-Fachkunde zur Verfügung.

Worum geht es bei der navigierten Implantologie?

Bei einer Implantation kommt es darauf an, das Implantat an einer Position einzusetzen, die sowohl zu den anatomischen Voraussetzungen als auch zum späteren Zahnersatz passt. Gerade bei anspruchsvolleren Ausgangssituationen können dabei bereits kleine Abweichungen relevant sein.

Bei der navigierten Implantologie planen wir deshalb den Eingriff vorab dreidimensional. Die DVT-Aufnahme zeigt den Kiefer räumlich und liefert wichtige Informationen über das vorhandene Knochenangebot sowie die Lage benachbarter Strukturen wie Nerven oder Kieferhöhle. Ergänzt durch die Erfassung der Zahn- und Kiefersituation entsteht daraus eine digitale Planung der gewünschten Implantatposition.

Eine individuell angefertigte Bohrschablone überträgt diese Planung anschließend auf den Eingriff. Dadurch lässt sich die vorgesehene Position genauer umsetzen als bei einer rein freihändigen Implantation.

Welche Vorteile bietet die navigierte Implantologie?

Der große Vorteil liegt darin, dass wesentliche Entscheidungen bereits vor dem eigentlichen Eingriff getroffen und dreidimensional überprüft werden können. Die Behandlung wird dadurch sehr vorausschauend vorbereitet.

Das bedeutet für die Planung:

  • Hohe Präzision: Position, Winkel und Tiefe des Implantats werden digital vorausgeplant und mithilfe der Bohrschablone kontrolliert übertragen.
  • Anatomische Strukturen im Blick: Knochenangebot, Nervenverläufe, Kieferhöhle und benachbarte Strukturen können in die Planung einbezogen werden.
  • Zahnersatz von Anfang an mitgedacht: Die Implantatposition lässt sich auf die spätere Krone, Brücke oder prothetische Versorgung abstimmen.
  • Planungssicherheit bei anspruchsvollen Situationen: Gerade bei begrenztem Knochenangebot oder mehreren geplanten Implantaten bietet die digitale Vorbereitung wertvolle zusätzliche Informationen.
  • Schonendes Vorgehen je nach Ausgangssituation: Wenn die anatomischen Voraussetzungen es erlauben, sind auch lappenfreie beziehungsweise gewebeschonende Vorgehensweisen möglich. Lappenfreie Implantationen waren in den von der Leitlinie ausgewerteten Studien mit weniger postoperativen Beschwerden verbunden.

Wann ist navigierte Implantologie besonders sinnvoll?

Die Methode bietet ihren größten Nutzen dort, wo eine besonders genaue dreidimensionale Planung wichtig ist.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Implantationen in der Nähe sensibler anatomischer Strukturen
  • begrenztes oder anspruchsvolles Knochenangebot
  • mehrere Implantate, deren Positionen aufeinander abgestimmt werden müssen
  • komplexere prothetische Versorgungskonzepte
  • ästhetisch anspruchsvolle Bereiche, in denen die spätere Zahnposition bereits bei der Implantation berücksichtigt werden soll
  • Situationen, in denen eine geplante Implantatposition möglichst präzise auf den Eingriff übertragen werden soll

Ablauf – von der 3D-Diagnostik bis zum Implantat

1. Persönliche Untersuchung und Beratung

Zunächst untersuchen wir Ihre Zahn- und Kiefersituation und besprechen, welches implantologische und prothetische Ergebnis erreicht werden soll. Dabei betrachten wir von Anfang an nicht nur das Implantat selbst, sondern auch den später darauf aufgebauten Zahnersatz.

2. Dreidimensionale DVT-Diagnostik

Eine DVT-Aufnahme stellt Kieferknochen und wichtige anatomische Strukturen dreidimensional dar. Dadurch können wir Höhe, Breite und räumliche Verhältnisse des vorhandenen Knochens wesentlich genauer beurteilen als auf einer zweidimensionalen Aufnahme.

3. Zahn- und Kiefersituation digital erfassen

Zusätzlich zu den DVT-Daten wird die Oberfläche der Zähne beziehungsweise des Kiefers erfasst. Beide Datensätze werden für die digitale Planung zusammengeführt. Die aktuelle S3-Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, die computerassistierte Implantatplanung nicht ausschließlich auf 3D-Röntgendaten zu stützen.

4. Implantatposition digital planen

Am Computer legen wir Position, Ausrichtung und Tiefe des Implantats fest. Dabei berücksichtigen wir das vorhandene Knochenangebot, relevante anatomische Strukturen und die gewünschte Position des späteren Zahnersatzes.

Gerade dieser Schritt macht die Methode so vorausschauend: Das gewünschte Ergebnis wird bereits vor der Operation in die Planung einbezogen. Auch AllDent beschreibt die dreidimensionale Implantatplanung als Möglichkeit, Implantatposition, Winkelung, Bohrtiefe und späteren Zahnersatz bereits im Vorfeld aufeinander abzustimmen.

5. Individuelle Bohrschablone anfertigen

Auf Grundlage der digitalen Planung wird eine individuell auf Ihre Situation abgestimmte Bohrschablone hergestellt. Sie dient während der Implantation als präzise Führung für die zuvor geplante Position und Ausrichtung.

6. Implantat schablonengeführt einsetzen

Beim Eingriff wird die Bohrschablone sicher positioniert und die Implantation entsprechend der digitalen Planung durchgeführt. Gleichzeitig bleibt die klinische Beurteilung durch die behandelnde Zahnärztin beziehungsweise den behandelnden Zahnarzt während des gesamten Eingriffs entscheidend.

Präzise Planung – gezielt dort eingesetzt, wo sie Vorteile bietet

Navigierte Implantologie ist eine moderne Erweiterung der klassischen Implantatplanung und besonders wertvoll, wenn anatomische oder prothetische Anforderungen eine sehr genaue Vorbereitung verlangen.

Nicht jede unkomplizierte Implantation benötigt jedoch eine Bohrschablone. Bei einfachen Ausgangssituationen erzielt auch die konventionelle Implantation sehr gute Ergebnisse. Wir empfehlen die navigierte Methode deshalb gezielt dort, wo die zusätzliche 3D-Planung und Führung für Ihre individuelle Situation einen konkreten Vorteil bietet. Bei einfachen Einzelzahnlücken zeigen konventionelle und computerassistierte Verfahren vergleichbare Implantatüberlebensraten.

Die zusätzliche Diagnostik, digitale Planung und Herstellung der Bohrschablone bedeuten einen höheren Aufwand und damit in der Regel zusätzliche Kosten. Welche Vorgehensweise medizinisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, besprechen wir vor der Behandlung transparent mit Ihnen.

FAQ – Häufige Fragen

Ist navigierte Implantologie präziser als eine klassische Implantation?

Ja. Computerassistierte Verfahren übertragen die zuvor geplante Implantatposition im Durchschnitt genauer auf den Eingriff als eine freihändige Implantation. Gerade bei komplexeren anatomischen oder prothetischen Situationen ist diese zusätzliche Präzision ein wichtiger Vorteil.

Ist navigierte Implantologie für jeden sinnvoll?

Nicht jede Implantation benötigt eine computergestützte Navigation. Besonders sinnvoll ist sie bei anspruchsvolleren anatomischen Verhältnissen, mehreren Implantaten oder Versorgungen, bei denen die Implantatposition sehr genau auf den späteren Zahnersatz abgestimmt werden soll. Wir prüfen deshalb individuell, welchen Mehrwert die Methode für Ihre Behandlung bietet.

Ist für die navigierte Implantologie eine 3D-Aufnahme notwendig?

Ja. Die dreidimensionale DVT-Diagnostik bildet die knöcherne und anatomische Grundlage der digitalen Planung. Zusätzlich erfassen wir die Zahn- und Kiefersituation, damit die Implantatplanung nicht allein auf den Röntgendaten basiert.

Kann die navigierte Implantologie einen schonenderen Eingriff ermöglichen?

Bei geeigneten anatomischen Voraussetzungen lässt sich eine Implantation in bestimmten Fällen ohne größere Freilegung des Knochens durchführen. Ob dieses gewebeschonende Vorgehen möglich und sinnvoll ist, beurteilen wir individuell anhand der 3D-Planung und der klinischen Situation. Lappenfreie Verfahren waren in Studien mit geringeren Schmerzen, Blutungen und Einschränkungen der Mundöffnung verbunden.

Ist die navigierte Implantologie teurer?

Ja, in der Regel entstehen durch 3D-Diagnostik, digitale Implantatplanung und die individuell angefertigte Bohrschablone zusätzliche Kosten. Die genaue Höhe hängt von der Anzahl der Implantate und dem Behandlungsaufwand ab. Gesetzlich Versicherte tragen diese Zusatzleistungen in der Regel selbst; private Kranken- oder Zahnzusatzversicherungen können je nach Tarif Kosten übernehmen. Vor der Behandlung erhalten Sie eine transparente Kostenaufstellung, sodass Sie wissen, welche Kosten entstehen und welcher Anteil gegebenenfalls erstattet wird.