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Kieferorthopädie

Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche in Stuttgart-Mitte

Während des Wachstums verändern sich Zähne, Kiefer und Biss kontinuierlich. Wir begleiten diese Entwicklung aufmerksam und schauen genau hin, wenn sich Fehlstellungen abzeichnen oder der Zahnwechsel Fragen aufwirft.

Je nach Befund kommen eine Frühbehandlung, herausnehmbare oder funktionskieferorthopädische Geräte sowie festsitzende Zahnspangen infrage. Uns ist wichtig, Eltern und Kindern verständlich zu erklären, was wir empfehlen, warum wir es empfehlen und welches Ziel wir gemeinsam erreichen möchten.

Kieferorthopädie bei S-Dent in Stuttgart-Mitte

Die kieferorthopädische Behandlung von Kindern und Jugendlichen bieten wir an unserem Standort:

Zahnarztpraxis Stuttgart-Mitte
Sophienstraße 40, 70178 Stuttgart 
→ Termin online buchen (Doctolib)
→ Zur Standortseite

An unserer Zahnarztpraxis in Stuttgart ist die Kieferorthopädie als eigener Behandlungsbereich etabliert.

Wann sollte mein Kind kieferorthopädisch untersucht werden?

Ein pauschales Alter für den Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung gibt es nicht. Entscheidend sind die jeweilige Fehlstellung, der Zahnwechsel und die Entwicklung von Zähnen und Kiefer.

Bei manchen Kindern ist eine kieferorthopädische Beurteilung bereits früh sinnvoll, beispielsweise wenn deutliche Fehlstellungen, auffällige Bissverhältnisse oder Probleme beim Zahnwechsel erkennbar sind. In anderen Fällen reicht es zunächst aus, die Entwicklung weiter zu beobachten.

Auffälligkeiten können auch bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Zahnarzt in Stuttgart erkannt werden. Eine kieferorthopädische Beurteilung ist beispielsweise sinnvoll, wenn Zähne deutlich außerhalb der Zahnreihe stehen, der Biss auffällig erscheint, der Platz für bleibende Zähne knapp ist oder der Zahnwechsel ungewöhnlich verläuft.

Welche Behandlungen kommen für Kinder und Jugendliche infrage?

Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich danach, was korrigiert werden soll. Manchmal steht die Entwicklung der Kiefer im Vordergrund, in anderen Fällen müssen einzelne oder mehrere Zähne gezielt bewegt werden.

Frühbehandlung

Bei bestimmten ausgeprägten Fehlstellungen kann bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss eine zeitlich begrenzte Frühbehandlung sinnvoll sein. Ein typisches Beispiel ist ein Kreuzbiss.

Ziel ist nicht, jede kleine Abweichung möglichst früh zu korrigieren, sondern relevante Fehlentwicklungen gezielt zu beeinflussen, wenn dies für die weitere Gebissentwicklung sinnvoll ist.

Herausnehmbare und funktionskieferorthopädische Zahnspangen

Herausnehmbare Zahnspangen lassen sich zum Essen und zur Zahnpflege aus dem Mund nehmen. Je nach Konstruktion können sie Zahnstellungen beeinflussen oder vorhandenes Wachstum in die Behandlung von Kieferfehlstellungen einbeziehen.

Funktionskieferorthopädische Geräte wirken auf Ober- und Unterkiefer gemeinsam und werden insbesondere eingesetzt, wenn das Verhältnis der Kiefer zueinander während des Wachstums beeinflusst werden soll.
Damit herausnehmbare Geräte wie geplant wirken können, müssen sie zuverlässig entsprechend der vereinbarten Tragezeiten getragen werden.

Festsitzende Zahnspangen

Mit einer festsitzenden Zahnspange lassen sich Zähne kontrolliert und gezielt bewegen. Dazu werden Brackets auf den Zähnen befestigt und über Bögen miteinander verbunden.

Durch die dabei wirkenden Kräfte werden die Zähne Schritt für Schritt in die geplante Position geführt.

So läuft die kieferorthopädische Behandlung in unserer Zahnarztpraxis ab

1. Untersuchung und Beratung

Zu Beginn schauen wir uns Zähne, Zahnstellung, Biss und Gebissentwicklung Ihres Kindes genau an. Wir sprechen darüber, was Ihnen oder Ihrem Kind aufgefallen ist und ob eine weiterführende kieferorthopädische Diagnostik erforderlich ist.

2. Diagnostik und Behandlungsplanung

Wenn ein Behandlungsbedarf besteht, erheben wir die dafür notwendigen diagnostischen Unterlagen. Daraus entsteht ein individueller Behandlungsplan mit einem klar definierten Ziel. Anschließend erklären wir Ihnen und Ihrem Kind verständlich, welche Behandlung vorgesehen ist, welche Alternativen bestehen und was während der Behandlung zu beachten ist.

3. Behandlung und Kontrollen

Während der aktiven Behandlung kontrollieren wir regelmäßig, wie sich Zahnstellung und Biss entwickeln. Je nach verwendeter Zahnspange werden Geräte angepasst, Bögen gewechselt oder die nächsten Behandlungsschritte festgelegt.

Dabei beziehen wir Kinder und Jugendliche aktiv mit ein. Sie sollen nicht nur wissen, was gemacht wird, sondern auch verstehen, warum ihre Mitarbeit wichtig ist.

4. Ergebnis stabilisieren

Sind die geplanten Zahnbewegungen abgeschlossen, folgt die Retentionsphase. Ein festsitzender oder herausnehmbarer Retainer hilft dabei, die erreichte Zahnstellung zu stabilisieren.

→ Mehr zu Retainern & Langzeitstabilisierung

Mundhygiene mit Zahnspange

Eine gute Zahnpflege ist während einer kieferorthopädischen Behandlung besonders wichtig. Vor allem rund um Brackets und Drähte können sich Beläge leichter festsetzen und Bereiche entstehen, die mit der normalen Zahnbürste schwerer erreichbar sind.

Wir zeigen Ihrem Kind deshalb, wie es Zähne und Zahnspange gründlich reinigen kann und welche Hilfsmittel je nach Apparatur sinnvoll sind. Die regulären Vorsorgetermine beim Zahnarzt in Stuttgart sollten auch während der kieferorthopädischen Behandlung konsequent wahrgenommen werden.

Bei Bedarf können zusätzliche professionelle Prophylaxemaßnahmen die häusliche Reinigung sinnvoll ergänzen.

→ Mehr zur professionellen Zahnreinigung

Wann übernimmt die gesetzliche Krankenkasse eine kieferorthopädische Behandlung?

Bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen richtet sich die Kostenübernahme unter anderem nach den Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG). Sie teilen Zahn- und Kieferfehlstellungen in fünf Schweregrade ein.

KIG 1 und 2: leichtere Fehlstellungen; die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Behandlung in der Regel nicht.
Ab KIG 3: eine ausgeprägtere Fehlstellung liegt vor; die medizinisch notwendige kieferorthopädische Behandlung wird grundsätzlich von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Alter: Die Behandlung muss in der Regel vor Vollendung des 18. Lebensjahres begonnen werden. Für Erwachsene gelten nur eng begrenzte Ausnahmefälle.
Behandlungsplan: Die geplante Behandlung muss den Voraussetzungen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen und vor Beginn entsprechend beantragt beziehungsweise genehmigt werden.
Eigenanteil: Während der Behandlung zahlen Eltern zunächst 20 % der Kosten selbst. Beim zweiten und jedem weiteren gleichzeitig kieferorthopädisch behandelten Kind im selben Haushalt beträgt der Eigenanteil 10 %.
Erstattung: Wird die Behandlung im vorgesehenen Umfang erfolgreich abgeschlossen, erstattet die Krankenkasse den zuvor gezahlten Eigenanteil.
Zusätzliche Leistungen: Leistungen, die über die gesetzlich vorgesehene Versorgung hinausgehen, können zusätzliche private Kosten verursachen.

Welche KIG-Einstufung bei Ihrem Kind vorliegt, welche Leistungen übernommen werden und ob zusätzliche Kosten entstehen, erklären wir Ihnen vor Behandlungsbeginn verständlich und transparent.

FAQ – Häufige Fragen zur Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche

Braucht mein Kind immer eine feste Zahnspange?

Nein. Je nach Fehlstellung und Behandlungsziel können herausnehmbare oder funktionskieferorthopädische Geräte ebenso infrage kommen. Welche Lösung geeignet ist, ergibt sich aus der individuellen Diagnostik.

Wie wichtig ist die Mitarbeit meines Kindes?

Die Mitarbeit hat großen Einfluss auf den Behandlungsverlauf. Herausnehmbare Zahnspangen müssen wie vereinbart getragen werden; bei festen Zahnspangen sind gründliche Zahnpflege und regelmäßige Kontrolltermine besonders wichtig. Wir erklären Ihrem Kind deshalb altersgerecht, worauf es selbst achten kann.

Tut eine Zahnspange weh?

Nach dem Einsetzen oder einer Anpassung können die Zähne vorübergehend druckempfindlich sein und sich ungewohnt anfühlen. Solche Beschwerden lassen normalerweise wieder nach. Bei stärkeren oder anhaltenden Schmerzen sollte die Zahnspange kontrolliert werden.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?

Die Behandlungsdauer ist individuell und hängt unter anderem von Art und Ausprägung der Fehlstellung, der gewählten Behandlung und der Mitarbeit ab. Eine seriöse Einschätzung können wir deshalb erst nach Untersuchung und Behandlungsplanung geben.

Was passiert, wenn eine Zahnspange beschädigt wird?

Wenn sich ein Bracket löst, ein Draht stört oder eine herausnehmbare Zahnspange beschädigt wird beziehungsweise nicht mehr richtig passt, sollten Sie sich bei uns melden. Wir entscheiden dann, ob eine kurzfristige Kontrolle notwendig ist.